Hackbrett aus Bubinga-Bohle

Einer unserer Stammkunden hat uns damit beauftragt, ihm ein großes Hackbrett zu basteln. Als Material hat er Bubinga gewählt, ein Holz aus Afrika. Seine Anforderungen waren, dass es einerseits eine Waldkante beibehält, so dick wie möglich, relativ rechteckig und mit einem Griff sowie kleinen Füßen versehen wird.

Mein Meister und ich haben dann also eine entsprechende Bohle aus unserem Lager geholt und kurz besprochen, wie ich am besten verfahre.

Die Bohle, wie wir sie noch im Lager hatten.

Ich habe die schönere Waldkante ausgesucht und zuerst einen Längsschnitt parallel zur Waldkante gemacht, bei dem ich unschöne Risse abgeschnitten habe.

Dann habe ich diesen geraden Schnitt benutzt, um zwei Querschnitte zu machen. Die Bohle ist nun etwas Breiter als die Endmaße, damit ich noch Material zum Schleifen habe.

Das Werkstück schiebe ich nun durch den Dickenhobel, bis beide Seiten exakt plan sind. Dabei sieht man die schöne Maserung des Holzes noch deutlicher! Anschließend habe ich die Waldkante kurz mit der Bürste bearbeitet, um losen Dreck und die obere Schicht zu entfernen, ohne diese „ausgelutscht“ aussehen zu lassen.

Die Kanten wurden dann mit dem Kantenfräser gerundet um eine angenehmere Handhabung zu ermöglichen.

Fast fertig – jetzt müssen die ganzen Flächen nur noch geschliffen werden, von grob bis zu ganz fein! Nachdem alles schön glatt ist, kann ich nun mit dem schönsten Teil des Projektes anfangen – dem Ölen! Dies feuert die Maserung und die Farbe des Holzes so richtig an und bietet zudem einen Oberflächenschutz gegen Schmutz etc an.

So sieht das Hackbrett nun im Trockenregal aus. Montag muss ich dann nur noch kleine Füße sowie den Griff auf der Fläche gegenüber der Waldkante anbringen 🙂

Resteverwertung

Selbst kleine Abschnitte von eingerissenen oder beschädigten Bohlen, die wohl in den meisten Tischlereien zu Feuerholz verarbeitet werden, können manchmal noch sinnvoll genutzt werden.
So hatte ich letztens die Möglichkeit, mir aus ein paar schönen Restern Eichenholz einen neuen Klüpfel für die Stemmeisen zu bauen.
Dafür hobelte ich eine Leiste als Griff aus und verleimte zwei Stückchen Holz für den Hammerkopf.
Anschließend brauchte nur noch ein Loch in den Kopf gebohrt, die grobe Form ausgeschnitten und alles geschliffen werden.
Schnell alles mit einem Keil und etwas Kleber zusammengeschlagen und im Nu war etwas Neues aus dem vermeintlichen Feuerholz geworden.
Dabei sieht man auch, dass man nicht immer alle Werkzeuge kaufen muss, theoretisch kann man vieles auch selbst machen.

Tolles Geschenk für die Mamas :) – Basteltipp

Kürzlich sollte ich mir über die Kinderbetreuung auf einem Fest Gedanken machen. Da habe ich mir gedacht, dass Basteln bei Kindern ja eigentlich immer gut ankommt und warum denn nicht gleich mit Holz? Meine Idee war es, dass die Kinder kleine Geschenke selber machen sollten. Hierzu habe ich verschiedene Holzarten in verschieden große Stücke gesägt und ein Loch für ein Teelicht reingebohrt. Die Kinder durften dann noch ein bisschen schleifen und sogar Serviettentechnik haben wir darauf gemacht. Das müsst ihr mal probieren. Leider habe ich keine Bilder davon mit Servietten.

ABER: Es ist ganz einfach 🙂 Ihr müsst einfach nur Bastelkleister im Drogeriemarkt holen und aufrühren, die 3 Schichten der Serviette abziehen, dass nur noch die Oberste mit dem Motiv übrig bleibt und einfach drauf kleistern. Je nach Wahl können auch noch Bänder oder andere Dinge angebracht werden.

Gesellenstück 2018

Einer der letzten Arbeitsschritte war das Verleimen der Seitenwänden und der Ablage…

Und so sieht mein fertiges Gesellenstück aus!

Und der Blog wird natürlich auch erwähnt 😉

Aber jetzt mal wieder zurück zum Stück!

Hier glänzt das edle Furnier doch hervorragend?!?

 

Und die Schattenfuge strahlt in rot… Sogar zur Stellage!

So sieht es innen aus!

Mein Gesellenstück 2018! 🙂

Ganz besonders bedanken möchte ich bei meinem Papa! Denn er hat mich nicht nur gut durch die Ausbildung gebracht und mir einiges beigebracht, sondern auch während meiner Gesellenstückbauphase stand er mir stets mit guten Ratschlägen und Tipps zur Seite! Und das obwohl er ganz neben bei noch eine schöne Firma zu leiten hat…
Danke Papa! Du bist der Beste und wirst für mich immer ein großes Vorbild sein! Sowohl handwerklich als auch menschlich! Danke für alles!

Es wird! … Hoffentlich ;-)

Nachdem gestern Abend der letzte Lackgang vollbracht wurde und der Lack über Nacht trocknen und aushärten konnte, habe ich heute endlich die Glasscheibe in die Klappe kleben können. Auch der Rücken ist endlich in den Korpus geklebt und geschraubt worden. Aber auch hier gilt wieder, Bilder sagen mehr als tausend Worte!
Also seht selbst 😉

Der letzte Lackgang.

Und er verleiht dem Stück nochmal einen ganz besonderen Glanz.

Natürlich Innen wie Außen 😉

Endlich ist der Lack trocken und es kann weiter gehen …

Damit ich mir keine Druckstellen in den Lack presse, habe ich das Gewicht lediglich auf die Glasscheibe gebracht. Und wenn der Kleber bis morgen getrocknet ist, dann ist auch endlich meine Klappe fertig …

Und der Rücken wird genauso in den Korpus gepresst …

Jetzt wird noch schnell die Aufhängewand für das Hängeschränkchen gefertigt! Und sobald ich morgen das Stück fertig zusammengebaut habe, werde ich Euch natürlich passendes Bildmaterial zur Verfügung stellen 🙂

Entspannen im Schaukelstuhl

Das Ziel für uns Auszubildende war in dieser Woche, zusammen ein Projekt zu erstellen und dieses größtenteils eigenständig zu bauen.
Dabei fiel unsere Wahl auf einen schönen Schaukelstuhl, den wir aus Esche fertigten.
Doch wie konstruiert man am besten einen Schaukelstuhl?
Am Ende muss es sich ja nicht nur gut sitzen, sondern auch gut schaukeln und gut aussehen …
Gar nicht so einfach, wenn man keinen Schaukelstuhl direkt vor Ort hat, um das auszumessen.
Also mussten wir uns an einigen groben Werten orientieren, eine Schablone entwerfen und alles nach Gefühl planen.
Umso mehr steigt natürlich die Spannung auf das Endresultat!

Insgesamt haben wir auch mit vielen geschwungenen Teilen gearbeitet, was alles auch noch ein bisschen erschwerte. Deshalb bauten wir uns zuvor eine Schablone, die wir dann nutzten, um die geschwungenen Teile zu fräsen. So hieß es immer wieder auf die 1:1 Zeichnung auflegen, um alle Winkel und Schwünge zu kontrollieren. Nach dem Einbohren einiger Löcher, dem Schleifen der Teile und dem Verleimen konnte das erste Mal Probe gesessen werden.
Und siehe da, es schaukelt sich besser als erwartet!
Ein paar Kleinigkeiten könnten noch verbessert werden, aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen.

Es geht weiter!

Die Zeit läuft und läuft … und mein Gesellenstück???
Naja, seht selbst 😉

Es wird gebohrt und gefräst …

Die Beschläge werden in die Klappe eingelassen.

Und auch die Oberfläche sollte langsam in die Gänge kommen …

Zuerst wird die Schattenfuge gefüllert.

Und danach geht es an den Klarlack.

Die Grundierung steht 🙂

Wie gefährlich …

Hier könnt ihr einmal sehen, was „Rückschlag“ bedeutet. Wir haben in der Schule verschiedene Werkzeuge getestet. Auf dem Video seht ihr ein Werkzeug, das man normalerweise gar nicht hätte benutzen dürfen, da es nicht mit „BG-Test“ ausgezeichnet und somit auch nicht für die Tischfräse geeignet ist. Warum, könnt ihr ja selbst sehen 😉 Wäre bei diesem Versuch eine Person anstelle der Wand gestanden, hätte diese jetzt sicher ein Loch im Bauch. So ein Versuch bleibt einem mit Sicherheit im Gedächtnis und man achtet noch mehr darauf, was für Werkzeuge man in die Maschine einbaut.

Bei einem weiteren Versuch haben wir die Fräswerkzeuge mit einem Stroboskop begutachtet. Hierbei ist uns aufgefallen, dass ja gar nicht alle Schneiden schneiden, aber warum?
Wir haben es herausgefunden … Sie können zum einen ungleich geschärft/geschliffen sein, oder aber auch das Spiel auf der Spindel kann Schuld daran sein. Somit hat man also immer eine unterschiedliche Abnutzung der Schneiden.

Hier kann man das Werkzeug sehen, trotz dass es läuft; dank des Stroboskops.