Die restlichen Fotos der (endlich) abgeschlossenen Baustelle!

Es ist mal wieder etwas Zeit verstrichen, doch ich wollte euch die Fotos der Baustelle nicht vorenthalten!

Bei diesem Möbel haben wir eng  mit dem Fliesenleger gearbeitet. Der Bauherr wollte einen Waschtisch haben, bei dem die Fliesen auf Gehrung geschnitten sind, um den Anschein einer sehr dicken Steinplatte zu erwecken.

Wie man sehen kann, wollte der Kunde die Möbel so einheitlich wie möglich haben. Alle Waschtische wurden so gebaut, dass sie ähnlich aussehen, jedoch haben zwei Möbel Schubkästen, während der letzte eine Klappe hat, die sich nach unten öffnet.

Dem Kunden war es ebenso wichtig, verschiedene Lichtquellen zu haben: eine normale, die das ganze Bad erleuchtet und eine weitere, die man in der Nacht benutzen kann, um nicht halb zu erblinden 🙂

Der große Schiebetüren Schrank mit Eichenfüllung

Der große Schrank gefällt mir persönlich am meisten, da die Füllungen eine sehr schöne Struktur aufweisen. Dass die Maserung fortlaufend ist, ist meiner Meinung nach noch das I-Tüpfelchen!

Auch bei uns Weihnachtet es sehr!

Auch bei uns wird die Weihnachtszeit so langsam eingeläutet. Allerdings rieselt bei uns noch so gut wie kein Schnee … dafür jedoch umso mehr Späne in der Halle!
Wie kann man denn eine CNC zur Weihnachtszeit gebrauchen?
Nachdem eine Zeit lang programmiert werden musste, könnt Ihr Euch das Ergebnis jetzt gleich einmal genauer ansehen …

Die CNC lässt es ordentlich rieseln bei uns! Kein Schnee, aber trotzdem sehenswert 😉

Was kann das wohl werden…?

Richtig! Es wird wieder einer unserer Deko Elche!

Durch unser selbstentwickeltes Stecksystem lässt sich dieser schnell und problemlos auf- und abbauen …

Auch der spezielle Lack rieselt auf die einzelnen Bauteile … Jetzt kann er sogar draußen aufgestellt werden!

Schauen wir mal, ob der diesjährige Elch wieder genauso schick wie der Alte wird …

Weihnachtsvorbereitung in der Berufsschule

Um die langen Pausen in der Berufsschule sinnvoll zu nutzen, kam mir bei einer Erzgebirgsausstellung die Idee, selbst einmal so eine Figur herzustellen.

Schnell wurde vor der Berufsschule noch ein passendes Stück Linde organisiert und an der Bandsäge grob ausgesägt. Dann konnte es schon losgehen! Ein paar Tage lang schnitzte ich an der Figur, leimte immer wieder ein paar Teile wie Arme oder Füße an, bis er mir dann gegenüber stand.

Ein grober Ausschnitt der Figur nach dem Entwurf

Fertig zum Bemalen

Nun muss er nur noch bemalt werden …

Gestaltete Gesellenstücke

Diese Woche haben wir von unserer Schule aus eine Exkursion zu den „Gestalteten Gesellenstücken“ nach Stuttgart gemacht. Hier durften nur die besten Gesellinnen und Gesellen aus Baden-Württemberg ihre Stücke ausstellen. Es waren sehr interessante und sehr gut durchdachte Gesellenstücke dabei, bei denen ich aber auch immer im Hinterkopf hatte, dass ich 2019 selbst sein Stück bauen soll und darf. Auffällig bei dieser Ausstellung war, dass der Anteil der Frauen im Handwerk immer größer zu werden scheint, denn in Stuttgart haben mehr Mädchen als Jungen ihr Gesellenstück ausstellen dürfen! Das zu sehen, war für mich eine Ermutigung und ein Ansporn, dass Frauen im Handwerk gar nicht mehr so selten ist, wie man oftmals meint.

Hier ein paar tolle Eindrücke und super gelungene Gesellenstücke:

Eine sehr interessante Idee von Thomas Bloching, Schreinerei Blos Holzart aus Laupheim

Eine humorvolle und kreative Idee als Klappenhalterung – der Meterstab. Von Theresa Dettling, Schreinerinnung Freudenstadt, Schreinerei Bernd Burkhardt, Loßburg-Wittendorf

Messebau im großen Stil

Nun der kleine versprochene Artikel zum weltweiten Messebau. Also im weltweiten Messebau geht es immer noch darum, den Messestand auffällig bzw. außergewöhnlich, aber dennoch passend zum Produkt, zu gestalten. Denn der Messestand dient dem zu verkaufenden Produkt!

Der Unterschied zu dem vorherigen kleinen Messestand ist relativ schnell zu erkennen … Er ist in der Regel wesentlich größer und enthält wesentlich mehr Material. Desweiteren wird hier in kürzester Zeit, möglichst viel Material verarbeitet. So kommen moderne Maschinen wie zum Beispiel die CNC ins Spiel. Die zugeschnitten Spanplatten kommen direkt von der Plattensäge auf die CNC und werden dort bearbeitet. Danach kommt die Kantenanleimmaschine zum Einsatz, dann sind die Teile quasi für den Aufbau vorbereitet. Die Einzelteile werden im Anschluss direkt mithilfe von Dübeln und Expressleim zusammengesetzt. Sobald der Leim getrocknet ist, werden die Teile gut eingepackt und verladen. Und ab geht die Reise zum Messegelände …
Und so sieht das Ganze dann in der Produktion aus:

Ein großer Teil der Halle ist voll mit einzelnen Möbelteilen, die in kürzester Zeit zusammengesetzt werden müssen …

Dank moderner CNC Technik können aus den Platten beliebige Tischformen gefräst werden! Verschnitt spielt bei solchen Aufträgen gar keine Rolle mehr

Es werden viele große Teile auf einmal lackiert. Hier sind es Unterbauten für Sitzgelegenheiten. Der Lackraum ist ziemlich gefüllt …

Sind die einzelnen Elemente fertig, so werden die Teile gut verpackt und die weite Reise beginnt…

Weihnachtsgeschenke selbst gemacht

Das schöne an unserem Beruf ist, dass Weihnachtsgeschenke gar nicht mehr gekauft werden müssen, sondern man einfach selbst kreativ werden und selbst Weihnachtsgeschenke herstellen kann. Am Besten ist dabei nicht nur, dass man selbst das Geschenk mit viel mehr Stolz, Leidenschaft und Freude übergibt, sondern auch viel Spaß und Leidenschaft in die Herstellung gesteckt hat.

Ich bin kreativ geworden und hatte eine ziemlich spontane Idee. Da ich in der Familie einen Jäger habe, der schon ein Paar Trophäen seiner erlegten Tiere gesammelt hat, nie aber das Passende fand, um sie aufzuhängen, habe ich mich ans Werk gemacht und einfach die passenden Bretter für seine Trophäen hergestellt.

Die Brettchen um seine Trophäen aufzuhängen

Eigentlich war das eine ziemlich spontane Idee. Ich habe mich einfach im Internet über Maße und Aussehen informiert, dann eine Schablone gemacht und gleich losgelegt auszusägen.
Mit geringem Aufwand habe ich so etwas Schönes herstellen können.

Selbst im Urlaub nicht sicher vor dem Holz …

Während meines Urlaubs habe ich mal wieder eine Kiste gebaut. Dieses Mal jedoch etwas aufwendiger.

Zuerst habe ich die Kiste aus Nadelholz gebaut.
Danach wurden Deckel und Boden stumpf aufgeleimt, da ich eine geschlossene Fläche ohne Absätze oder Nut erreichen wollte.
Anschließend habe ich dickes Tannenfurnier (ca. 2-3mm) an den Seiten aufgeleimt, damit sich später auf dem guten Furnier keine Zinken abzeichnen.
Als alles verleimt und getrocknet war, habe ich die Kiste noch aufgesägt und ein paar kleine Zierleisten auf Gärung angebracht (welche vorher teilweise schon furniert waren).
Zum Schluss habe ich die komplette Kiste in Pyramidenmahagoni furniert und geschliffen.
Nun müssen nur noch die Bänder angebracht und ein Schlüsselschild eingelassen werden.
Um die Oberfläche zu versiegeln habe ich die Kiste zu Beginn geölt, vielleicht kommt irgendwann noch etwas Schellack darauf.

Eiche Overload!

Momentan bauen wir die renovierte Wohnung eines Kunden um und haben daher alle Hände voll zu tun! Wir wurden damit beauftragt, einen Einbauschrank mit vielen Tablaren und Schubkästen herzustellen und zu montieren. Dieser Schrank sollte mit 4 lackierten Schiebetüren ausgestattet sein, deren Furnierbild weiterläuft und das ganze einheitlicher aussehen lässt. Die Selbsteinzüge der Türen, die in den oberen Aluprofilen verbaut sind, haben meinem Kollegen und mir das Leben sehr schwer gemacht, da sie sich nicht richtig einstellen ließen, doch nach dem dreißigsten Mal Aus- und wieder Einhängen der Türen waren wir endlich fertig!

Fertig mit dem Aufbau

Nr. 1 eingehangen!

Das einheitliche Furnierbild

Die gebürstete Oberfläche des Furniers

Im Schlafzimmerbereich haben wir einen weiteren Schrank aufgebaut. Dieser ist mit Bewegungssensoren und LED-Leisten ausgestattet worden, die beim Aufmachen der Türen angehen, um alles im Schrank gut sehen zu können! Der Schrank enthält zudem noch einen Hosenauszug, den ich so vorher noch nie gesehen habe!

Es werde Licht!

Die restlichen Möbel seht ihr dann in meinem nächsten Post 🙂

Was hat denn der Schreiner mit dem Messebau am Hut???

Als ausgebildete Schreiner/Tischler sind wir in der Lage, eigene Räumlichkeiten zu entwickeln und diese nach der technischen Konstruktion sogar zu produzieren. So gelingt es uns, individuelle Raumlösungen zu entwickeln. Doch was hat das alles mit dem Messebau zu tun? Eigentlich ist es ganz einfach…

Ein Messestand besteht zum größten Teil aus Holzwerkstoffen und muss auf die individuelle Funktion des Nutzers angepasst werden. Da liegt es ja gar nicht so weit weg, dass der Schreiner/Tischler einen Messestand erst entwickeln und danach produzieren soll. Dies kann sowohl im kleinen Stil für die eigene Hausmesse oder im ganz großen Stil für Messen weltweit durchgeführt werden.
Das wichtigste im Messebau ist, dass der Messestand positiv auffällt und zu den Produkten des Messestandes passt! Denn schließlich versucht man mit Hilfe des Messestandes, seine eigenen Produkte zu bewerben 😉

Ich werde euch erstmal unseren eigenen kleinen Messestand zeigen 😉
Hier wollten wir durch unseren Messestand auffallen und potentiellen Kunden einmal verdeutlichen, was der Schreiner im hochwertigen Möbelbau so kann. Des Weiteren inspirierten wir die Besucherinnen und Besucher mit unseren kreativen Ideen!
Jetzt ist aber mal genug von den trockenen Worten …

So sieht er aus! Unser eigener kleiner Messestand!

Schlicht, aber doch elegant!

Links ein Beispiel unserer eigenen Furnierkünste!
In der Mitte befand sich ein Bildschirm, auf dem Bilder von unseren Projekten zu sehen waren. Direkt darunter Beispiele für kreative Wandgestaltungen. Sogar gefärbtes und selbstwachsendes Moos ist dabei! Und rechts eine schöne Ulmia-Bohle! So erfahren  die Besucher auch einmal, woraus so ein Vollholz-Möbelstück entsteht 😉

Eine feine Designerschale aus Makassar beeindruckt die Besucher ebenfalls!

Unser selbstentwickelter Deko-Elch! Dieser wurde auf der Messe für einen wohltätigen Zweck versteigert 🙂

Nächste Woche folgt dann mal ein Artikel zum weltweiten Messebau …
Dann könnt ihr selber die Unterschiede kennenlernen 😉

Holzbrettspiele

Während des  Furnierlehrgangs haben wir auch einige Brettspiele hergestellt. Dabei entstanden unterschiedlichste Ausführungen von Schach und Damespielen in verschiedensten Holzarten. Diese wurden dann beide jeweils auf eine Platte geleimt, dabei wirkten sie jeweils als Gegenfurnier zueinander.

Danach haben wir sie noch geschliffen und geölt.
Außerdem entstand auch ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel.

Für diese Arbeiten wurde teilweise auf bereits am Anfang erlernte Techniken zurück gegriffen, wie beispielsweise die Sternfuge beim „Mensch ärgere dich nicht“ oder die Kreuzfuge beim Damespiel.